Der heutige Eintrag ist einer ganz besonderen Art Möbel gewidmet. In Fachkreisen ist es bekannt als Sponda ikeana ssp. flogstaviensis, oder unter dem Trivialnamen "Flogstasofa". Es wird noch diskutiert, ob es sich dabei bloß um eine geografische Rasse des ubiquitär verbreiteten Ikeasofas (Sponda ikeana, auch: Haussofa) oder doch um eine Unterart besagter Spezies handelt. Die Blogautorin tendiert in dieser Frage zur ökologisch vikariirenden Unterart (- die Unterart besetzt also eine ökologische Nische). Das zur Familie der Sofas gehörige Möbel kommt endemisch in Südschweden vor, wobei sich das Verbreitungsgebiet über ein sehr kleines Areal im Nordwesten der Stadt Uppsala erstreckt. Die Unterart muss daher als bedroht eingestuft werden.
Was das Flogsta-Sofa von anderen Spondae ikeanae unterscheidet, ist eine umweltlabil ausgeprägte temporäre Flugfähigkeit, die bei anderen Vertretern dieser Art nur als spontane Mutation auftritt. Es handelt sich hier um eine sehr interessante Merkmalsausprägung, die vermutlich als evolutionäres Relikt zu betrachten ist. Die Flugfähigkeit tritt das ganze Jahr hindurch, jedoch gehäuft in den Frühjahrsmonaten auf.
Forscher nehmen an, dass das Flogsta-Sofa, im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Haussofa, nur semi-domestiziert ist. Die Flugfähigkeit ging bei Ikeasofas, ähnlich wie bei Haushühnern, im Laufe der Zeit verloren. Wozu die Flugfähigkeit des Flogstsofas genau dient, ist noch nicht erforscht. Sicher ist allerdings, dass sie erst im Adultstadium auftritt. Üblicherweise geht ihr ein Habitatwechsel voran. Das Sofa migriert hierbei von seiner angestammten Höhle im Inneren der Sofa-Burg auf den sogenannenten "Balkon", am äußeren Rand des Baues.
Freilebendes Sofa in Coldfall Wood, England.
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Ist das Sofa flügge, so begibt es sich von dort auf seinen Flug, der üblicherweise nicht mehr als ein paar Sekunden dauert. Man nimmt an, dass der Flug hauptsächlich dem Verlassen des Baues dient. Üblicherweise ist das Sofa nach der Landung etwas benommen. Es entfernt sich jedoch meist spätestens nach einigen Stunden von seinem Landeplatz. Wohin die halbwilden Sofas danach verschwinden ist noch ungeklärt. Forscher nehmen jedoch an, dass sie sich als Einzelgänger in den Wäldern östlich von Uppsala ansiedeln.
Die schwedische Universität für Agrarwissenschaften hat zur Beantwortung dieser Frage eine Forschungsgruppe eingerichtet, die derzeit im natürlichen Lebensraum des Flogstasofas Feldforschungen anstellt. Die Forschungsergebnisse werden regelmäßig an dieser Stelle veröffentlicht.
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