Das absurde Wörterbuch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - auch nicht im Hinblick auf Skurrilität. Für ernstgemeinte wissenschaftliche Recherche suchen Sie bitte weiterhin ihr Heil im Brockhaus oder Wikipedia. Für sarkastische, ironische und rebellische Verweise steht das absurde Wörterbuch allerdings immer gerne zur Verfügung.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Keksin, die

Die Keksin ist die feminine Variante des Kekses, quasi die Hausfreundin, das Husarinnenkrapferl der Weihnachtsbäckerei. Im österreichischen Sprachgebrauch trägt das Wort Keks ja üblicherweise den Artikel "das". Die Deutschen und SchweizerInnen hingegen nehmen überwiegend "den" Keks in den Mund (siehe Duden). Da von beiden Seiten die jeweils andere Variante als komisch oder falsch empfunden wird, schlagen wir hier im Sinne der besseren Verständigung den Gebrauch des weiblichen Artikels vor.

Für die ÖsterreicherInnen sollte das kein Problem sein. "Hast du die Keks gegessen?" klingt einfach nach der Vertilgung mehrerer Kekse – ohnehin der Idealfall. Die nicht dem bairischen Sprachraum angehörenden Deutschen tun sich vielleicht etwas schwerer mit dieser Lösung. Für diesen Fall gibt es die Möglichkeit, das kontroverse Wort einfach zu gendern und forthin Keksinnen zu essen. Wie bei der Hure gerät vielleicht irgendwann das männliche Äquivalent in Vergessenheit, und künftige Generationen von kleinen deutschen, Schweizer und österreichischen Kindern können entspannt um einen Keksinnenteller sitzen.


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